Aktuelles

Erste Wald-OL-Karte für den TSV Natternberg

von admin am 21. November 2019

Wenn man eine Sportart ausüben möchte, braucht man in der Regel einen geeigneten Sportplatz oder Sportstätte. Für Orientierungsläufer ist das der Wald. Nur das Waldgelände alleine nutzt nichts. Es bedarf außerdem einer speziellen Karte, auf der alle Wege sowie die Vegetation, Felsen und Steine, Gewässer und die Geländeformation dargestellt sind. Eine solche Orientierungslaufkarte fehlte bisher den Nachwuchsläufern des TSV Natternberg. Seit Einführung des Orientierungslaufs vor 6 Jahren wurde auf einfachem Gelände, teils auf Sportplätzen oder urbanem Gelände trainiert. Die Karten hierfür hat der Trainer Stefan Hötzinger selbst erstellt. Um eine Waldkarte anzufertigen braucht man sehr viel Zeit, Erfahrung und das nötige Equipment. Deshalb werden solche OL Karten meist von Spezialisten erstellt und kosten viel Geld.

Geld, das die junge Nachwuchsgruppe aus Natternberg nicht hat. Durch einen glücklichen Zufall schöpfte man im letzten Jahr wieder Hoffnung, als der Förderverein Orientierungslauf Deutschland Gelder für junge Nachwuchsgruppen in Aussicht stellte. Und prompt bekam man auch eine Zusage auf die Natternberger Bewerbung. Der Förderverein beteiligt sich mit bis zu 70 Prozent bzw. bis zu einer definierten Obergrenze an einer Kartenaufnahme. Dies war der Auslöser, dass man sich an eine Kartenaufnahme heranwagte. Ein geeignetes Waldstück wurde in Auerbach gefunden und zwar der Schachtenwald. Wie der Name schon verrät, wurden durch die Ansiedlung des Klosters Niederalteich im Wald Weideflächen für das Vieh angelegt. Ein geeigneter Kartenzeichner wurde gefunden, der schon etliche Karten in Bayern erstellt hatte. Ein weiterer Glücksfall war es, als sich auch der Förderverein OL Bayern für einen ordentlichen Zuschuss für das Natternberger Kartenprojekt aussprach. Geld, das man gut gebrauchen konnte, um die Gesamtkosten weitestgehend zu decken.

Im Juli war es dann soweit. Der aus Polen stammende Kartenzeichner kam für zwei Wochen mit seinem Sohn nach Auerbach um das Waldgelände aufzunehmen. In „Heimarbeit“ wurden die aufgenommen Skizzen eingescannt und als digitale Karte erstellt. Die Karte ist nun fertig und stolz hält der Trainer die vergrößerte Karte in der Hand (Foto), die nun den Jugendlichen als zukünftiges Trainingsgelände zur Verfügung steht. Die Natternberger Orientierungsläufer möchten sich sehr herzlich bei den beiden Fördervereinen bedanken, denn ohne diese Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen!  Vielen DANK!

Text: Donau-Anzeiger v. 25.10.2019                                                                                                                            Foto: Wagner                                                                                                                                                (Genehmigung zur Veröffentlichung über TSV Natternberg erteilt)

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OL-Pionier Willi Nirschl ist von uns gegangen

von Ralph Meissner am 8. Oktober 2019

                                    

Mit Betroffenheit haben viele bayerische Orientierungsläufer die Nachricht vernommen, dass Willi Nirschl im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Er gehörte Anfang der siebziger Jahre zu den Gründern des OL in Bayern, als die Sportart noch in zwei Verbänden organisiert war. Willi Nirschl vertrat den OL im Deutschen Skiverband, bevor die Zuständigkeit komplett an den Deutschen Turnerbund überging. Auch hier arbeitete er engagiert für die Entwicklung unseres Natursports weiter. Im Fachausschuss OL Bayern übernahm er das neu eingeführte Ressort „Umwelt und Forst“, womit der bayerische OL eine Vorreiterrolle unter den Landesturnverbänden einnahm. Als stellvertretender Leiter der Oberforstdirektion in München war Willi Nirschl fachlich prädestiniert für dieses Ehrenamt und machte sich unschätzbar verdient bei der Zusammenarbeit mit den Forstämtern und Jägern. Er förderte das gegenseitige Verständnis und Vertrauen unter den Waldnutzern und „öffnete dabei Türen“ bei der sportlichen Nutzung der Wälder.

Auch selbst war er ein erfolgreicher aktiver Orientierungsläufer. So wurde er zweimal Bayerischer Meister und einmal Vizemeister, sowie in der Gesamtwertung des Bayerncups fünfmal Zweiter und zweimal Dritter.

Als Dauerabonnent des OL-Inform blieb er bis ins hohe Alter mit dem Ohr am Geschehen. So trat er auch nach der Gründung des Fördervereins OL Bayern 2014 als Mitglied ein. Gerne nahm er an den Ehemaligen- und Seniorentreffen des Fördervereins teil, zuletzt im Mai dieses Jahres, wo er die gesellige Runde am Abend aktiv und humorvoll mitgestaltete.  Auch deshalb werden wir Willi besonders gut in Erinnerung behalten. Unser großer Dank gilt aber vor allem seiner wertvollen Lebensleistung für den bayerischen OL.

Ralph Meißner                                                                                                                                                                    1.Vorsitzender Förderverein OL Bayern e.V.

Foto: Archiv Ralph Meißner

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Bayerische OL-Vereine engagieren sich in den Schulen

von Ralph Meissner am 27. Juni 2019

                                                 

Schulwettkämpfe im Orientierungslauf sind Maßnahmen, die neben ihrem pädagogischen Wert den Bekanntheitsgrad der Sportart fördern und Gelegenheit geben, Nachwuchswerbung zu betreiben. Deshalb engagieren sich mehrere bayerische OL-Vereine bereits seit Jahren in ihrer Region und organisieren bemerkenswerte Maßnahmen.

Der TV Coburg-Neuses organisiert seit 20 Jahren unter der Leitung von Angelika Weid für verschiedene Coburger Schulen Orientierungsläufe im Rahmen des Schulunterrichts. Dabei erreichen die Teilnehmerzahlen bis zu 1000 Schülern pro Jahr. Zudem werden diese Maßnahmen auch im Rahmen des World Orienteering Day angeboten.

Für den SV Mietraching organisieren die Familien Lange und Vogl seit mittlerweile 15 Jahren Schul-OLs. Pro Jahr beteiligten sich daran immer 3 bis 5 Schulen mit insgesamt ca. 500 bis 600 Schülern.

Der langjährige LFW Alfons Ebneth organisiert seit einigen Jahren für bis zu 12 Schulen in Regensburg und Neumarkt Schulwettkämpfe, so auch im Mai 2019 mit 7 Schulen.

Da es im Regelfall dafür keine Mittel von den Schulen bzw. den Schulämtern gibt, unterstützt der Förderverein OL Bayern in diesem Jahr die Maßnahmen finanziell quasi als “Impuls-Programm” für Schul-OLs.

Bilder: Angelika Weid

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