Ralph Meissner

OL-Pionier Willi Nirschl ist von uns gegangen

von Ralph Meissner am 8. Oktober 2019

                                    

Mit Betroffenheit haben viele bayerische Orientierungsläufer die Nachricht vernommen, dass Willi Nirschl im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Er gehörte Anfang der siebziger Jahre zu den Gründern des OL in Bayern, als die Sportart noch in zwei Verbänden organisiert war. Willi Nirschl vertrat den OL im Deutschen Skiverband, bevor die Zuständigkeit komplett an den Deutschen Turnerbund überging. Auch hier arbeitete er engagiert für die Entwicklung unseres Natursports weiter. Im Fachausschuss OL Bayern übernahm er das neu eingeführte Ressort „Umwelt und Forst“, womit der bayerische OL eine Vorreiterrolle unter den Landesturnverbänden einnahm. Als stellvertretender Leiter der Oberforstdirektion in München war Willi Nirschl fachlich prädestiniert für dieses Ehrenamt und machte sich unschätzbar verdient bei der Zusammenarbeit mit den Forstämtern und Jägern. Er förderte das gegenseitige Verständnis und Vertrauen unter den Waldnutzern und „öffnete dabei Türen“ bei der sportlichen Nutzung der Wälder.

Auch selbst war er ein erfolgreicher aktiver Orientierungsläufer. So wurde er zweimal Bayerischer Meister und einmal Vizemeister, sowie in der Gesamtwertung des Bayerncups fünfmal Zweiter und zweimal Dritter.

Als Dauerabonnent des OL-Inform blieb er bis ins hohe Alter mit dem Ohr am Geschehen. So trat er auch nach der Gründung des Fördervereins OL Bayern 2014 als Mitglied ein. Gerne nahm er an den Ehemaligen- und Seniorentreffen des Fördervereins teil, zuletzt im Mai dieses Jahres, wo er die gesellige Runde am Abend aktiv und humorvoll mitgestaltete.  Auch deshalb werden wir Willi besonders gut in Erinnerung behalten. Unser großer Dank gilt aber vor allem seiner wertvollen Lebensleistung für den bayerischen OL.

Ralph Meißner                                                                                                                                                                    1.Vorsitzender Förderverein OL Bayern e.V.

Foto: Archiv Ralph Meißner

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Bayerische OL-Vereine engagieren sich in den Schulen

von Ralph Meissner am 27. Juni 2019

                                                 

Schulwettkämpfe im Orientierungslauf sind Maßnahmen, die neben ihrem pädagogischen Wert den Bekanntheitsgrad der Sportart fördern und Gelegenheit geben, Nachwuchswerbung zu betreiben. Deshalb engagieren sich mehrere bayerische OL-Vereine bereits seit Jahren in ihrer Region und organisieren bemerkenswerte Maßnahmen.

Der TV Coburg-Neuses organisiert seit 20 Jahren unter der Leitung von Angelika Weid für verschiedene Coburger Schulen Orientierungsläufe im Rahmen des Schulunterrichts. Dabei erreichen die Teilnehmerzahlen bis zu 1000 Schülern pro Jahr. Zudem werden diese Maßnahmen auch im Rahmen des World Orienteering Day angeboten.

Für den SV Mietraching organisieren die Familien Lange und Vogl seit mittlerweile 15 Jahren Schul-OLs. Pro Jahr beteiligten sich daran immer 3 bis 5 Schulen mit insgesamt ca. 500 bis 600 Schülern.

Der langjährige LFW Alfons Ebneth organisiert seit einigen Jahren für bis zu 12 Schulen in Regensburg und Neumarkt Schulwettkämpfe, so auch im Mai 2019 mit 7 Schulen.

Da es im Regelfall dafür keine Mittel von den Schulen bzw. den Schulämtern gibt, unterstützt der Förderverein OL Bayern in diesem Jahr die Maßnahmen finanziell quasi als „Impuls-Programm“ für Schul-OLs.

Bilder: Angelika Weid

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„Im Herzen bleibt man immer OL’er“

von Ralph Meissner am 20. Mai 2019

Als ich nach dem Skore-OL in die begeisterten Augen der angereisten ehemaligen Orientierungsläufer blickte und beim Geselligen Abend das intensive Stimmengewirr vernahm, wo sich alle soviel zu erzählen hatten, fiel mir der Satz von Fabian Scheler ein, der mir Ende letzten Jahres schrieb: „Im Herzen bleibt man immer OL’er.“ Und so war das „Ehemaligen- und Senioren-Treffen“, das ich im Namen des Fördervereins OL Bayern nach dreijähriger Pause wieder ausrichtete, ein voller Erfolg. Die meisten aktiven und nicht mehr aktiven OL’er trafen sich am Samstag nachmittags im Lindenhof in Hetzenbach zum Kaffee und Kuchen, bevor man gestärkt nach Süssenbach fuhr, um die eigenen OL-Fähigkeiten im „Felsenparadies“ zu testen. Alfons Ebneth hatte dort dankenswerter Weise ein anspruchsvolles Postennetz gelegt, das nichts für Anfänger gewesen wäre. Aber die „alten Hasen“ durften auch nicht unter ihrem Niveau gefordert werden und schnell war zu erkennen, wie der Ehrgeiz geweckt war. Viele der 29 Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, alle Posten und damit auch die Standorte in der höher gelegenen Felsregion anzulaufen und sie hatten orientierungstechnisch nichts verlernt. Auch Kratzer wurden dabei in Kauf genommen.

Zum gemeinsamen Abendessen wiederum in Hetzenbach wuchs die Teilnehmerzahl sogar auf 34 Seniorenläufer an, darunter unsere Ältesten Willi Nirschl (München) und Paula Weiß (Pfaffenberg). Ich konnte die Grüße von weiteren 24 aktiven und ehemaligen Seniorenläufern überbringen, die aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnten und dies sehr bedauerten. Es folgte eine Gedenkminute für diejenigen, die nicht mehr unter uns sind. Später nutzte ich die Gelegenheit, Aktuelles über den bayerischen OL zu berichten, wobei wir zu unserer gemeinsamen Freude feststellen konnten, dass es trotz vieler Veränderungen auch immer noch Dinge gibt, die wir vor ca. 30 bis 40 Jahren „erfunden“ haben, z.B. den Bayerncup, den Wolpi-Pokal, das OLI, und die Teilnahmen am ARGE-ALP-Cup. Gutes hält sich halt länger! Der Rest des Abends war ein Selbstläufer. Man hatte sich vieles zu erzählen, schaute alte Bilder an und konnte sich auch noch OLI-Exemplare, OL-Karten und Souvenirs von der Bayerischen O-Tour mitnehmen. Für das Sonntagsprogramm hatte sich dann die Teilnehmerzahl halbiert, was dem Spass keinen Abbruch tat. Bei schönstem Wetter durchstreiften wir mit der City-OL-Karte die Regensburger Altstadt, kehrten zum Teil noch in einer italienischen Eisdiele ein, bis man sich nach und nach verabschiedete. Auf vielfachen Wunsch nahm ich als angenehme Verpflichtung mit, dass die Veranstaltung weiterhin im Angebot bleiben soll.

Foto: Ralph Meißner

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Ralph Meissner„Im Herzen bleibt man immer OL’er“